Mosambik: Von den Palmenhainen Inhambanes über den Gorongosa NP zur sagenhaften Ilha de Moçambique - Perle des Indik

Spektakuläre Naturräume mit bizarr anmutenden Inselbergen, paradiesische Küsten, eine reiche Historie und ein buntes Mosaik von kulturellen Traditionen – all das erwartet den Reisenden im Norden Mosambiks.

Reisenummer 73002

Mosambik: Von den Palmenhainen Inhambanes über den Gorongosa NP zur sagenhaften Ilha de Moçambique - Perle des Indik

Diese exklusive Entdeckerreise von Süd- nach Nordmosambik verbindet Abenteuer in herausragenden afrikanischen Landschaften, eine faszinierende Kulturgeschichte und luso-afrikanisches Flair an paradiesischen Tropenstränden. Die Reise beginnt in der kosmopolitischen Hauptstadt Maputo und verläuft in einem Wechselspiel zwischen Küste und Hinterland zum ehemaligen Handelszentrum und heutigen UNESCO-Weltkulturerbe Ilha de Moçambique.

Bazaruto, Chimanimani und Gorongosa

Der Weg führt zunächst zu den Kokoshainen, verschlafenen Lagunen und weißen Sandstränden der Inhambane-Provinz. In Praia do Tofo können Sie mit Meeresriesen auf Tuchfühlung gehen und im Bazaruto-Archipel durch azurblaue See und bunte Korallenriffe schnorcheln. Danach geht es nach Zentralmosambik, wo geisterhafter Morgennebel aus den Tälern der Chimanimani-Berge aufsteigt und Sie im Gorongosa-Nationalpark von einer einzigartigen ökologischen Vielfalt erwartet werden.

Sambesi, Gurué und Ilha de Moçambique

Mit der Überquerung des Sambesi kommen Sie dann nach Nordmosambik, wo Sie die spektakuläre Landschaft des mosambikanischen Planaltos mit ihren Granithügeln und bizarren Felskegeln in ihren Bann zieht. Ihren Höhepunkt findet die Reise auf der einmalig stimmungsreichen Ilha de Moçambique mit ihren jahrhundertealten Fortalezas. Genießen Sie Ihre Garnelen mit viel Piripiri, gönnen Sie sich eine Mussiro-Gesichtsmaske und erleben Sie Mosambik so wie es ist: wechselhaft, bunt und extrem vielfältig!

Höhepunkte

  • Aufstrebendes Afrika – kosmopolitische Metropole Maputo
  • Maritime Megafauna – Ozeansafari in Tofo
  • Bazaruto-Archipel pur – Bootstouren und Schnorcheln auf Magaruque, Bazaruto & Santa Carolina
  • Gorongosa pur – zwei Pirschfahrten im offenen Geländewagen, Bootssafari und ganztägige Bergexkursion im Gorongosa NP
  • Moribane-Waldreservat und Wanderung in den Chimanimani-Bergen
  • Sambesi-Tiefland und Quelimane
  • Wanderung in den Teeplantagen von Gurué
  • Ilha de Moçambique (UNESCO) pur – historische Führung sowie Dhau-Tour zur Ilha de Goa & Sete Paus

Reiseverlauf

1. Tag : Anreise

Am späten Abend fliegen Sie von Frankfurt nach Maputo.


Flug ab: FRA Flug bis: MPM

A350 von Ethiopian Airlines © Diamir

2. Tag : Ankunft in Maputo

In der Mittagszeit landen Sie in Maputo und können sich vom lebensfrohen luso-afrikanischen Flair der mosambikanischen Hauptstadt gefangen nehmen lassen. Angekommen und erfrischt, erkunden Sie mit Ihrem Reiseleiter die Baixa, das historische Zentrum und geschäftige Herz Maputos. Wandeln Sie unter dem schattigen Blätterdach des Botanischen Gartens und gönnen Sie sich einen Cafezinho im alten Cafe Continental! An der Fortaleza, auf dem Mercado Central und am Hauptbahnhof spüren Sie den Lauf der Geschichte und erfahren, wie sich Maputo von einem kolonialen Handelsposten im Land der Fumos zu einer modernen afrikanischen Metropole entwickelt hat. Gegen Abend besteht die Möglichkeit mit der Fähre über die Baía zu setzen. Von Katembe aus bietet sich ein fantastischer Blick auf die abendliche Skyline und eine der größten Brücken Afrikas; der ideale Ort für ein erstes 2M. Übernachtung im Residencial Palmeiras.


Doppelzimmer im Residencial Palmeiras © Diamir

3. Tag : Maputo – Mafalala

Der Morgen beginnt mit einer Tour durch Mafalala, einem der historischsten und sinnbildlichsten Bairros von Maputo. Mafala hat bedeutende Schriftsteller wie José Craveirinha und Politiker wie den ersten Präsidenten Samora Machel geprägt und gilt heute als Ort der mosambikanischen Poesie und des Widerstandes. Tauchen Sie ein in die Geschichte des Unabhängigkeitskampfes und erleben Sie die Lebenswirklichkeit und multikulturelle Vielfalt abseits der großen Avenidas! Am Nachmittag geht es an den Stadtstrand Costa do Sol, wo sich jedes Wochenende unzählige Maputense mit Freunden und Familie treffen. Dort können Sie es den Leuten gleich tun, sich unter Krabbensammler, Verliebte und herumtollende Kindern mischen und das bunte Treiben und die wohltuende Meeresbrise genießen. Übernachtung wie am Vortag.


Mahlzeiten: 1×F

Tufo-Tänzerin in Mafalala, Maputo © Diamir

4. Tag : Maputo – Inhambane – Praia do Tofo

Früh am Morgen beginnt Ihre erste Reiseetappe Richtung Norden. Die Strecke führt zunächst durch das fruchtbare Nkomati- und Limpopo-Schwemmland nach Xai Xai, der Hauptstadt der Gaza-Provinz. Gegen Mittag kommen Sie in das „Land der guten Leute“, wie schon Vasco da Gama die Region Inhambane genannt haben soll. Die ausgedehnten Palmenhaine entlang der Küste, das azurblaue Wasser der Poelela-Lagune sowie Kleinstädte wie Inharrime, in denen Piri-Piri, Kokosöl und Wildhonig feilgeboten werden, machen die Fahrt kurzweilig. Früh ‚entdeckt‘, aber zunächst wenig beachtet, errichteten die Portugiesen in Konkurrenz zu Holländern eine kleine Handelsgarnison in Inhambane. Während zunächst Güter wie Elfenbein bedeutend waren, sollten danach bis spät ins 19. Jahrhundert Sklaven an Orte wie La Reunion verschifft werden. Am Nachmittag erkunden Sie auf einem Spaziergang die Stadt, bevor Sie das Strandidyll Tofo erreichen. Übernachtung im Blu@Tofo. (Fahrzeit ca. 6-7h, 500 km).


Mahlzeiten: 1×F

Ausflug auf traditioneller Dhau in Inhambane © Diamir

5. Tag : Inhambane – Praia do Tofo

Mit der morgendlichen Ozeansafari erwartet Sie zunächst ein spektakuläres Schnorchelabenteuer auf offener See. Tofo ist für seine einmalige maritime Megafauna berühmt und die Safari versucht vor allem dem größten Fisch der Welt, dem neugierigen, bis zu 12 m langen, planktonfressenden Walhai, nachzuspüren (beste Zeit November bis April). Mit etwas Glück sichten Sie den sanften Riesen und vielleicht auch einen der restlichen „Tofo-Big-5“ (Mantarochen, Meeresschildkröte, Delfin und Buckelwal). Von Juni bis Oktober nutzen Buckelwale die warmen Gewässer vor der südmosambikanischen Küste als Kinderstube und es bestehen beste Chancen die anmutigen Riesen beim Springen und Flossenschlagen zu beobachten. Am Nachmittag begeben Sie sich auf eine Community Tour ins Umland und bekommen hautnahe Eindrücke vom Leben der lokalen Tonga-Bevölkerung. Lernen Sie den Aufbau einer Familiensiedlung kennen, erleben Sie den Alltag zwischen Land und Meer und probieren Sie lokale Spezialitäten wie Molina (Maniok-Erdnuss-Snack) und Surra (Palmwein)! Übernachtung wie am Vortag.


Mahlzeiten: 1×F

Mantarochen und Meeresschildkröte vor Tofo © Diamir

6. Tag : Inhambane – Vilankulo

Durch die Provinz Inhambane führt der Weg weiter nach Vilankulo. Idyllische Siedlungen und weitläufige Mango-, Cashew- und Kokoshaine prägen das Landschaftsbild und werden später von trockenem Buschland und unzähligen Affenbrotbäumen abgelöst. In der Savannenlandschaft vor Vilankulo unternehmen Sie eine Exkursion nach Manyikeni, einem regionalen Handelszentrum aus dem 12. Jahrhundert, das dem ehemaligen Mwene-Mutapa-Reich zugeordnet wird. Die archäologische Stätte mit ihrer Steinumfriedung im Stil der Zimbabwe-Tradition macht den langen Austausch zwischen Inland und Küste greifbar und wurde in die provisorische Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Am Nachmittag erreichen Sie dann Vilankulo und haben Gelegenheit das beschauliche Zentrum der Kleinstadt mit seinem Mercado Central zu erkunden. Übernachtung im Aguia Negra. (Fahrzeit ca. 6h, 390 km).


Mahlzeiten: 1×F

Fischerboote am Strand von Vilankulo © Diamir

7. Tag : Vilankulo – Bazaruto-Nationalpark – Ilha de Magaruque

Der Bazaruto-Archipel ist eine atemberaubende Inselwelt mit kristallklarem Wasser, einsamen Stränden, hohen Sanddünen, Küstenlagunen sowie ausgedehnten Korallenriffen und Seegraswiesen, die unzähligen Rifffischen, Meeresschildkröten und maritimen Säugern, wie Delfinen und Dugongs, Lebensraum bieten. Eine ganztägige Exkursion mit einer traditionellen Dhau führt Sie zur Insel Magaruque. Dort können Sie die Insel und ihre Flamingokolonie zu Fuß erkunden, am weißen Traumstrand entspannen und sich am nahen Hausriff durch die bunte Unterwasserwelt schnorcheln. Sie sind von morgens bis ca. 16 Uhr unterwegs, die Fahrzeit zur Insel dauert eine Stunde und in der Mittagszeit erwartet Sie ein leckeres Insel-Picknick. Übernachtung wie am Vortag.


Mahlzeiten: 1×(F/M (LB))

Dhau vor Vilankulo © Diamir

8. Tag : Vilankulo – Bazaruto NP – Ilha do Bazaruto & Ilha de Santa Carolina – Inhassoro

Auf einer weiteren ganztägigen Exkursion setzen Sie Ihre Erkundung des Bazaruto-Archipels fort. Nach ca. 15 km Bootsfahrt (motorisiert) erreichen Sie Ponta Dundo an der Südspitze der Hauptinsel Bazaruto. Dort können Sie die gewaltigen Sanddünen erklimmen und den Blick über das vogelreiche innere Marschland der Insel schweifen lassen. Nach einem Insel-Picknick geht es weiter zur Ilha de Santa Carolina (Paradise Island). Bunte Korallenbänke mit einer Vielzahl tropischer Fische laden zum Schnorcheln ein und die verfallenen Ruinen eines kolonialen Art-déco-Hotels zu einem Streifzug in vergangene Zeiten. Am späten Nachmittag kommen Sie von Santa Carolina aus direkt nach Inhassoro, wo Sie die Nacht verbringen und Ihr Gepäck bereits auf Sie wartet. Übernachtung in der Cashew Bay Lodge.


Mahlzeiten: 1×(F/M (LB))

Luftaufnahme Bazaruto Island © Diamir

9. Tag : Inhassoro – Moribane-Waldreservat

Früh am Morgen beginnt ein langer, holpriger Fahrtag ins Innere Zentralmosambiks. Sie überqueren den Rio Save und Rio Buzi und können entlang des Weges die traditionelle Lebensweise der lokalen Ndau-Bevölkerung etwas näher kennenlernen. Am Nachmittag erreichen Sie das Moribane-Waldreservat in der Pufferzone der Chimanimani-Berge. Dort befindet sich das Ndzou Eco-Camp, das Teil eines wegweisenden Naturschutz-, Ressourcennutzungs- und Tourismusprojekts ist. Der chiShona-Begriff Ndzou bedeutet Elefant und verweist auf die grauen Riesen, die den immergrünen, lianendurchzogenen Feuchtwald aus Panga-Panga und Stinkholz durchstreifen. Erholen Sie sich von der langen Fahrt im Schatten der Bäume oder unternehmen Sie einen kleinen geführten Spaziergang auf campnahen Waldpfaden. Übernachtung im Ndzou Camp. (Fahrzeit ca. 7h, 350 km).


Mahlzeiten: 1×(F/A)

Blick auf den Monte Binga, Chimanimani-Nationalreservat © Diamir

10. Tag : Chimanimani-Naturreservat – Chimoio

Nach kurzer Fahrt befinden Sie sich in den Chimanimani-Bergen mit ihren schroffen Felsformationen, Bergwäldern und rauschenden Flüssen. Touristisch kaum erschlossen finden derzeit lediglich wenige Besucher im Jahr ihren Weg in diese Gegend. Der Name Chimanimani rührt von den engen Felsschluchten her, bedeutet „im Gänsemarsch gehen“ und ist heute Ihr Programm. Von der kleinen Siedlung Nhabawa brechen Sie zu einer ca. 12 km langen Halbtageswanderung entlang des Mussapa-Flusstals zum Chikukwa-Camp auf. Unterwegs bieten sich traumhafte Ausblicke auf die Bergwelt und den höchsten Gipfel Mosambiks; den Monte Binga (2436m). Die „Geisterberge“ der Shona umgeben unzählige Geschichten, die von heiligen Quellen und Höhlen, jahrtausendealten San-Felszeichnungen, schmerzhafter Zwangsarbeit (Chibalo) bei kolonialen Erschließungsversuchen, Schmugglerpfaden ins Nachbarland Simbabwe und illegalen Goldsuchern auf der Suche nach dem großen Glück handeln. Müde von der Wanderung fahren Sie durch eine fantastische Inselberg-Landschaft noch etwas weiter nach Chimoio, wo Sie die Nacht verbringen werden. Übernachtung im Castelo Branco. (Gehzeit ca. 4-5h; Fahrzeit ca. 4h, 190 km).


Mahlzeiten: 1×(F/M (LB))

Freundliche Menschen in Mosambik © Diamir

11. Tag : Chimoio – Gorongosa-Nationalpark

Nach einem Morgenspaziergang durch das Zentrum Chimoios fahren Sie weiter zum Gorongosa-Nationalpark. Der Gorongosa-Nationalpark wird von Biologen als einer der ökologisch diversesten und artenreichsten Nationalparks der Welt angesehen. Das Cheringoma-Plateau als letzter Ausläufer des Großen Afrikanischen Grabenbruchs, der Urema-See und seine Schwemmebenen, die Gras- und Miombosavannen sowie die weiten Fieberbaum- und Ilalapalmenwälder bieten Lebensraum für eine ungeheure Vielzahl von Tierarten. Anbetracht der jüngeren Vergangenheit wirkt diese Vielfalt wie ein Wunder. In den Bürgerkriegsjahren wurden die Tierbestände des Parks durch Jagd und Verminung stark reduziert, konnten jedoch durch hohen wissenschaftlichen, organisatorischen und finanziellen Einsatz neu aufgebaut werden. Bei Ihrer Pirschfahrt am Nachmittag können Sie erleben was passiert, wenn man der Natur Raum gibt, um sich neu zu entfalten. Übernachtung in der Montebelo Gorongosa Lodge (Chitengo Camp). (Fahrzeit ca. 2h, 140 km).


Mahlzeiten: 1×(F/A)

Waldsavanne im Gorongosa-Nationalpark © Diamir

12. Tag : Gorongosa-Nationalpark: Pirschfahrten

Mit dem Sonnenaufgang fahren Sie in den Busch hinaus und erleben die unvergessliche Morgenstimmung im Park. Ein Weckkonzert von Vogelgezwitscher begleitet Sie und die ersten Sonnenstrahlen sind ein Traum für Fotografen. In den Schwemmebenen stehen große Wasserböcke im schwindenden Nebel und riesige Paviangruppen verlassen die Sicherheit der Bäume, um in der Savanne auf Nahrungssuche zu gehen. Ihr Guide versucht die Elefanten zu finden, die sich nachts Schneisen durchs Gehölz geschlagen haben und mit etwas Glück begegnen Sie Löwen, die von der nächtlichen Jagd heimkehren und sich nun einen geeigneten Ruheplatz suchen. Nach der Safari genießen Sie Ihr Frühstück und Entspannen im Chitengo Camp, bevor Sie am Nachmittag zu einer aufregenden Bootssafari auf dem Urema-See aufbrechen, um Krokodile und Flusspferde zu beobachten und den einmaligen Vogelreichtum des Parks zu erleben. Übernachtung wie am Vortag.


Mahlzeiten: 1×(F/A)

Löwen im Gorongosa-Nationalpark © Diamir

13. Tag : Gorongosa-Nationalpark: Gorongosa-Berge

Wenn Sie an klaren Tagen von den Ebenen des Parks nach Nordwesten blicken, werden Sie die Silhouette der herrlichen Gorongosa-Berge und deren höchste Erhebung, den Monte Gogogo (1863 m), erspähen. Das isolierte Granitmassiv ist lebenswichtig für die umliegenden Dörfer und die artenreiche Flora und Fauna des Nationalparks. Wie eine Art Wasserfänger halten die Berge die herbeiziehende Luftfeuchtigkeit des nahen Indischen Ozeans fest und lassen Flüsse wie den Vunduzi entstehen. Die Flüsse entspringen tiefen, bewaldeten Schluchten und einige von ihnen bilden spektakuläre Wasserfälle an den Hängen der Berge. Bei einer ganztägigen Exkursion wandern Sie durch kleine Siedlungen, Felder und dichten Bergwald zu den Murombodzi-Fällen. Dort können Sie ein erfrischendes Bad in den natürlichen Pools nehmen und anschließend das Gorongosa-Kaffeeprojekt besuchen. Dieses zielt auf eine Verbesserung der lokalen Lebensverhältnisse ab und versucht den Holzeinschlag in der weiteren Region einzudämmen. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 3h; Fahrzeit ca. 3h, 170 km).


Mahlzeiten: 1×(F/A)

Pelikane im Morgennebel des Urema-Sees, Gorongosa-Nationalpark © Diamir

14. Tag : Gorongosa-Nationalpark – Vila de Sena

Der Morgen beginnt mit einer langen Fahrt durch eine spärlich besiedelte Waldgegend und es ist Abenteuergeist gefragt. Am Mittag erreichen Sie Caia im Sambesi-Tiefland, eine Region die wie keine andere für 500 Jahre koloniale Einflussnahme in Mosambik steht. Entlang des Sambesi verlief eine frühe muslimische Handelsroute mit innerafrikanischen Reichen und ab 1570 begannen die Portugiesen in Sena eine Garnison mit Faktorei und Flusshafen zu errichten, um den lukrativen Elfenbein- und Goldhandel zu kontrollieren. Dem Handel folgte die gewaltsame Zeit der königlichen Lehen (Prazos) und noch heute erinnert man sich an das menschliche Leid auf den Zuckerplantagen. Eine besondere Attraktion bietet die Dona Ana Brücke in Sena. Die 3,6 km lange, spätkoloniale Stahlkonstruktion über den Sambesi war 1934 die längste Eisenbahnbrücke der Welt. Übernachtung in sehr einfacher lokaler Pension in Sena. (Fahrzeit ca. 6-7h, 360 km).


Mahlzeiten: 1×F

Auch das kann der Sambesi: Nicht rauschend und unbändig, sondern gemächlich und voller Mystik im Abendlicht nach einem pittoresken afrikanischen Sonnenuntergang. © Diamir

15. Tag : Vila de Sena – Quelimane

Mit Quelimane, der feuchtheißen, küstennahen Hauptstadt der Zambézia-Provinz, befinden Sie sich bereits im Norden des Landes. Die Fahrt führt zunächst entlang des Sambesi zurück nach Caia, wo Sie den viertgrößten Strom Afrikas überqueren werden. Danach kommen Sie durch eine sehr fruchtbare Gegend, in der sich bevölkerungsreiche Reihendörfer und Ackerflächen mit einer ursprünglichen Vegetation von Tieflandwäldern abwechseln. Quelimane selbst liegt am Rio dos Bons Sinais (Qua Qua), der früher eine schiffbare Verbindung zum Sambesi bot und den Ort zu einem bedeutenden arabischen und portugiesischen Handelsposten und Zentrum des Sklavenhandels machte. Später gewann der Ort für Missionare und Entdeckungsreisende an Bedeutung. Nicht zuletzt David Livingston brach von hier zu seiner Sambesi-Expedition ins Innere des Kontinents auf. Übernachtung im Hotel Flamingo. (Fahrzeit ca. 4-5h, 270 km).


Mahlzeiten: 1×F

Blick auf die „Igreja de Nossa Senhora do Livramento“ und den CuaCua-Fluss in Quelimane © Diamir

16. Tag : Quelimane – Gurué

Die heutige Fahrt zum mosambikanischen Planalto bietet einen scharfen Kontrast zur Hitze und Feuchtigkeit Quelimanes. Verlässliche Regen und ein mildes Klima machen die Plateau-Region zu einer der fruchtbarsten Gegenden des Landes. In der Verwaltungsstadt Mocuba passieren Sie ein historisches Zentrum des großflächigen Sisalagaven- und Baumwollanbaus und in Gurué kommen Sie in das Herz der mosambikanischen Teeproduktion. Die Stadt Gurué und ihre leuchtend grünen Plantagen liegen am Fuß des Namuli-Massivs, das vom zweithöchsten Berg Mosambiks gekrönt wird. Der Monte Namuli (2419 m) ist der heilige Berg der Lomwe und wird noch heute von einer Priesterkönigin bewacht. Nach einem verbreiteten Schöpfungsmythos soll das erste Menschenpaar aus diesem Berg gestiegen sein. Übernachtung in sehr einfacher lokaler Pension. (Fahrzeit ca. 5-6h, 350 km).


Mahlzeiten: 1×F

Teeplantagen in Gurué, Zambézia-Provinz © Diamir

17. Tag : Gurué: Cascata do Licungo

Die Modellkleinstadt Gurué wurde im 19. Jahrhundert gegründet und verdankt ihre Bedeutung den Teepflanzungen, die in den 1920er Jahren an den Hängen und in den Seitentälern des Namuli-Massivs angelegt wurden. In den 50er und 60er Jahren war die „Schweiz Afrikas“, wie die ehemaligen Gutsbesitzer Gurué nannten, eines der größten Teeanbaugebiete auf der Südhalbkugel. Heute sind von den ehemals 15 Fabriken nur noch drei aktiv. Eine halbtägige Wanderung führt Sie durch die sattgrüne Landschaft zum Licungo-Wasserfall. Erleben Sie den Alltag der Teepflücker hautnah und vergessen Sie nicht ihre Badehose einzupacken! Nach ca. 2 Stunden Wegstrecke tut ein erfrischendes Bad am Oberlauf des Wasserfalls gut. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 4-5h).


Mahlzeiten: 1×(F/M (LB))

Teepflücker in den Plantagen von Gurué, Zambézia-Provinz © Diamir

18. Tag : Gurué – Nampula

Am heutigen Tag ist der Weg das Ziel. Die entdeckungsreiche und reizvolle Fahrt durch die Nampula-Provinz führt entlang malerischer Spitz- und Kegelberge, kleiner Miombo-Waldflecken und bäuerlicher Streusiedlungen. Cashew-, Tabak- und Baumwollanbau bilden für die Menschen der Region eine wichtige Einkommensquelle und es besteht genügend Zeit, um diverse Male zu halten, sich mit Bauern zu unterhalten und mehr über den ländlichen Alltag zu erfahren. Wenn Interesse in der Reisegruppe besteht, kann nahe Ribauè auch eine Exkursion in die Berglandschaft unternommen werden, um die San-Felszeichnungen von Muze zu finden. Am späten Nachmittag erreichen Sie dann Nampula, die drittgrößte Stadt des Landes und das geschäftige Wirtschaftszentrum Nordmosambiks. Übernachtung im Hotel Grand Plaza. (Fahrzeit ca. 6-7h, 390 km)


Mahlzeiten: 1×F

Granitkuppen-Landschaft in Nordmosambik © Diamir

19. Tag : Nampula – Ilha de Moçambique

Zeitig am Morgen brechen Sie zur alten Festungsstadt Ilha de Moçambique auf, die dem Land seinen heutigen Namen gab und seit 1992 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Bereits im 9. Jahrhundert haben muslimische Händler eine Handelssiedlung auf der Koralleninsel in der Bucht von Mossuril errichtet, um vom lukrativen Goldhandel mit dem Hinterland zu profitieren. Im Jahr 1498 erreichte Vasco da Gama das Eiland. Innerhalb von zehn Jahren sollten die Portugiesen ihre Herrschaft über die Insel etablieren und sie zum bedeutendsten Hafen südlich von Mombasa und zur wichtigsten Raststation auf dem Seeweg nach Indien machen. Bei einer umfassenden historischen Führung werden Sie die Ilha in all ihren Facetten kennenlernen. Dabei besichtigen Sie nicht nur die sogenannte Steinstadt (Cidade de Pedra e Cal), mit der Festung São Sebastião und dem ältesten portugiesischen Gebäude der südlichen Hemisphäre, der Kirche Nossa Senhora do Baluarte, sondern auch die Cidade de Macuti, den früheren afrikanischen Stadtteil der Insel. Übernachtung im Feitoria Boutique Hotel. (Fahrzeit ca. 3h, 190 km)


Mahlzeiten: 1×F

„Fortim de Santo António“, Ilha de Moçambique © Diamir

20. Tag : Ilha de Moçambique: Ilha de Goa & Ilha das Sete Paus

Auf einer ganztägigen Bootstour durchkreuzen Sie mit einer traditionellen Dhau den der Ilha de Moçambique vorgelagerten Archipel. Hüpfen Sie von der Ilha de Goa zur Ilha das Cobras und weiter zur Ilha das Sete Paus und genießen Sie die farbenprächtige Unterwasserwelt an Weltklasse-Schnorchelrevieren wie Kathiawar und Coral Bay! Es erwarten Sie türkisblaue See, weiße Strände, ein traumhaftes Inselpicknick und abenteuerliche Geschichten aus der Zeit, als die Ilha einen der bedeutendsten Handelsknotenpunkte im westlichen Indischen Ozean bildete. Übernachtung wie am Vortag.


Mahlzeiten: 1×(F/M (LB))

Krankenhaus aus der Kolonialzeit, Ilha de Moçambique © Diamir

21. Tag : Ilha de Moçambique: Tag zur freien Verfügung

Der heutige Tag steht Ihnen komplett für eigene Erkundungen zur Verfügungen. Die Ilha als ehemaliger Kreuzungspunkt zwischen der ostafrikanischen Küste, Europa und dem indischen Subkontinent besticht durch ein bauliches Ensemble, das lokale Traditionen, portugiesische Einflüsse und arabische Stilelemente zusammenführt. Die alten Gemäuer und Plätze gerahmt von Kokospalmen und roten Akazien sowie die verschlafene Geschäftigkeit am Landungssteg und in den engen Gassen geben einem das Gefühl, sich in einer längst vergangenen Epoche zu verlieren. Übernachtung wie am Vortag.


Mahlzeiten: 1×F

Cashew-Verkauf auf dem Markt in Tofo © Diamir

22. Tag : Ilha de Moçambique – Nampula – Flug nach Maputo

Am Vormittag fahren Sie zurück nach Nampula, wo Sie die Kathedrale im Stadtzentrum und die Makonde-Holzschnitzer-Kooperative am Museu Nacional de Etnografia besuchen. Am späten Nachmittag verabschiedet Sie Ihr Diamir-Reiseleiter am Flughafen in Nampula und Sie fliegen nach Maputo. Dort empfängt Sie ein Fahrer und bringt Sie zu Ihrer Unterkunft. Übernachtung im Residencial Palmeiras.


Mahlzeiten: 1×F Flug ab: APL Flug bis: MPM

Fischer in Nordmosambik © Diamir

23. Tag : Maputo – Abreise

Khanimambo e até à próxima Moçambique… heute heißt es leider Abschied nehmen! Am Morgen verbleibt noch etwas Zeit für einen letzten Spaziergang in Maputo. Kaufen Sie einige Cashewnüsse an der nächsten Hausecke, oder nehmen Sie ein Taxi zum Handwerksmarkt FEIMA, um noch einige Capulana-Tücher zu erstehen. Aber bitte verträumen Sie sich nicht im Stadtgetümmel und seien Sie gegen 11 Uhr zurück am Gästehaus, wo Ihr Fahrer zum Flughafen Sie erwartet.


Mahlzeiten: 1×F Flug ab: MPM Flug bis: FRA

Statue von Samora Machel auf dem „Praça da Independência“, Maputo © Diamir

24. Tag : Ankunft in Deutschland

Sie landen am Morgen in Deutschland.


Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt nach Maputo und zurück von Nampula mit Ethiopian Airlines oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class
  • DIAMIR-Reiseleitung (2.-22. Tag)
  • wechselnde, lokale Guides
  • alle Fahrten und Transfers in privaten Fahrzeugen
  • alle Eintritte laut Programm
  • 9 Ü: Hotel im DZ
  • 7 Ü: Lodge im DZ
  • 4 Ü: Pension im DZ
  • 1 Ü: Gästehaus im DZ
  • Mahlzeiten: 21×F, 5×M (LB), 4×A

Nicht enthaltene Leistungen

ggf. erforderliche PCR- oder Antigen-Schnelltests; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; Visum (ca. 60 €); Optionale Ausflüge und Aktivitäten; Trinkgelder; Persönliches

Schwierigkeit: 1

Für diese Reise sind keine besonderen körperlichen Voraussetzungen erforderlich. Für die Wanderungen in den Chimanimani-Bergen und den Teeplantagen in Gurué sollte jedoch Kondition für mehrstündige Etappen und eine gewisse Trittsicherheit vorhanden sein.

Um die verschiedenen Meeresaktivitäten voll genießen zu können, sollte man bereits im Meer geschwommen sein und möglichst über Schnorchelerfahrung verfügen. Wer zwar Schwimmen kann, aber noch nicht geschnorchelt ist, kann eine Schwimmweste tragen und/oder ohne Flossen und nur mit Taucherbrille schwimmen.

Sie sollten sich auf zum Teil längere und schwierige Fahrtstrecken einstellen. Bitte bringen Sie Flexibilität und Teamgeist sowie Toleranz und Interesse für andere Kulturen mit.

Bitte bedenken Sie, dass sich die touristische Infrastruktur in Mosambik erst langsam verändert und das Reisen in Zentral- und Nordmosambik mit Herausforderung verbunden ist. Ausdauer und Bereitschaft zum Komfortverzicht gehören von daher ebenso ins Gepäck wie Gelassenheit und Lust auf Überraschungen.

Reisedauer: 24 Tage

Teilnehmerzahl: Mindestteilnehmer: 6 Maximalteilnehmer: 8

Mindestteilnehmerzahl: 6, bei Nichterreichen Absage durch den Veranstalter bis 28 Tage vor Abreise möglich

Unterwegs sind Sie in zwei Allradfahrzeugen (Toyota Prado o. ä.). Drei Reiseteilnehmer teilen sich ein Fahrzeug.

Die benannten Unterkünfte im Reiseverlauf werden vorrangig genutzt. Sollte in Ausnahmefällen dennoch eine Alternative in Frage kommen, weist diese einen ähnlichen Standard auf.

Bitte haben Sie Verständnis, dass die auf dieser Reise beschriebenen Tierbeobachtungen nicht garantiert werden können. Es handelt sich um intensive Naturerlebnisse mit freilebenden, wilden Tieren, deren Verhalten nicht zu 100% vorhersagbar ist. Im unwahrscheinlichen Fall keiner Sichtung ist dennoch keine Reisepreis-Erstattung möglich. Wir und unsere Partner vor Ort setzen jedoch all unsere Erfahrung und Kenntnisse ein, um bestmögliche Sichtungschancen zu erreichen.

Zuschläge

  • Rail & Fly EUR 60

Hinweise

Barrierefreiheit: Unsere Reisen sind für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und anderen Behinderungen im Allgemeinen nicht geeignet. Ob diese Reise dennoch Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht, erfragen Sie bitte bei uns.

Termine

Termine

Perle des Indik

Einzelzimmerzuschlag € 8140

16.07.2022Samstag, 16. Juli 2022 - Sonntag, 7. August 2022
23 Tage / 22 Nächte

7390.00 EUR

 

Links

Growe Reisen Gottmadingen
Tel. 0049 - (0)7731 - 976 444


Aufgrund der coronabedingten

Situation haben wir derzeit

gerne für sie, aber nur nach

Terminvereinbarung, geöffnet!

 

Büro Öffnungszeiten
Mo 1000-1300 Termine
Di 1000-1300 Termine
Mi 1000-1300 Termine
Do 1000-1300 Termine
Fr 1000-1300 Termine
Sa Termine  

Termine ausserhalb der
Öffnungszeiten gerne
nach Vereinbarung!



Kontaktformular

So finden Sie uns:
Ortszentrum Gottmadingen
Dorfgärten 2, D-78244 Gottmadingen

Growe Reisen Growe Reisen

Rufen Sie hier Ihre persönlichen Angebote ab: